Tiramisù

Das Rezept von Tiramisù ist in Kochbüchern, die vor den 60er Jahren verfasst wurden, nicht vorzufinden. Deshalb kann man davon ausgehen, dass das Tiramisù, so, wie man es heute kennt, eine jüngere Erfindung ist. Ein weiterer Hinweis darauf ist auch das Fehlen des Nachtisches in den Enzyklopedien der 60er bis 80er Jahre des letzten Jahrhunderts. Das Wörterbuch der italienischen Sprache Sabatini Coletti nennt es zum ersten Mal im Jahre 1980. Unter den Nachtischen der Patisserie Tradition weisst das Tiramisù mit einigen Nachtischen Ähnlichkeiten auf, vor allem aber mit der Charlotte, die aus einer Bayerischen Creme, umgeben von einer Krone aus Löffelbiskuit besteht und reich verziert ist; der italienischen Zuppa Inglese, die aus in Alchermes oder Rosolio Likör eingelegtem Löffelbiskuit und einer süssen Eiercreme besteht oder der Bavarese Lombarda, mit der es die Gemeinsamkeit der Zubereitungsart und der Gegenwart einiger Zutaten, wie zum Beispiel dem Löffelbiskuit und dem Eigelb (die im letzteren Rezept allerdings nicht roh, sondern hart gekocht benutzt werden) hat.

 


ZUTATEN

400 gr. Mascarpone
200 gr. Löffelbiskuit
150 gr. Puderzucker
200 gr Bitterschokolade
4 Eiweiß
2 Eigelb
3 Tassen starken Espressokaffee
bitteren Kakao

ZUBEREITUNG

Das Eiweiß steif schlagen. Die Bitterschokolade reiben. In eine Schüssel das Eigelb und den Zucker geben und lange mit einem Holzlöffel bearbeiten, bis die Masse schaumig weiß ist. Vorsichtig zunächst die Mascarponecreme und anschließend das steif geschlagene Eiweiß unterheben.
Eine rechteckige Form mit hohem Rand zunächst mit Löffelbiskuit auslegen, der mit gekochtem Espressokaffee bepinselt wird. Nun diese Schicht mit einer Schicht Creme bedecken und darauf die Schokolade streuen. So geht es immer weiter, im Wechsel, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Die letzte Schicht muss aus Creme bestehen, über die eine dünne Schicht Kakao gesiebt wird. Der Nachtisch muss vor dem Verzehr für ca. 3 Stunden im Kühlschrank ruhen.